Tankunfall mit LPG

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Wolfgang G.
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Tankunfall mit LPG

Beitrag von Wolfgang G. »

Vor einiger Zeit ging mal ein schlimmer Unfall mit LPG im Auto durch die ganze Presse.
Leider wurde nur die Gefahr dargestellt ohne Ursachenbeschreibung.

Vor einigen Tagen wurde im Rahmen von "Gefälligkeitsgutachten" von Prüfern die Ursache im HR-FS gezeigt.

Unfall:
betankt wurde ein Audi Cabrio mit Zylindertank im Kofferraum.
Als die junge Frau den Motor startete gab es eine Verpuffung im und unter dem Auto und sie wurde schwer verletzt.
Bilder von der Überwachungskamera der Tanke wurden gezeigt.

Ursache:
der Tankschlauch vom Stutzen aussen zum innenliegenden Tank war undicht und Gas strömte beim Tanken in Koffer-und Innenraum.
Dieser innenliegende Schlauch muss durch einen weiteren "Überschlauch" gegen ausströmendes Gas gesichert sein,was der Einbauer aber nicht gemacht hatte.
Auch die Installation am Motor sah nicht vertrauenserweckend aus.
Die Anlage war aber so durch einen Prüfer abgenommen worden.!!!

Fazit:
Aufpassen und Gasanlage nur in einer renommierten Werkstatt machen lassen.

Mir persönlich ist allerdings nicht ganz klar, warum beim Einsteigen so ein starker Gasgeruch nicht auffiel .

Wolfgang
Zuletzt geändert von Wolfgang G. am 07.12.2013 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Rene13051
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Beitrag von Rene13051 »

Mir persönlich ist allerdings nicht ganz klar, warum beim Einsteigen so ein starker Gasgeruch nicht auffiel .
liegt evtl. daran, dass jeder Anbieter unterschiedlichen Geruchszusatz verwendet so wie es im Haushalt seid 2009 auch ist.

Früher hat es nach "faulen Eiern" gerochen, seid 2009 kann es nun auch "Rosenduft" o.ä. sein ...
Und wenn das Licht hinter Dir dunkel wird, ist es nicht Dein Schatten ...
http://www.youtube.com/watch?v=OTlwbCVvbFY
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Ich tanke LPG an div. Tankstellen zwischen Hannover und Inntalautobahn.
Überall der gleiche typisch stinkende Geruch,für mich kein "Rosenduft".

Wolfgang
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Mics
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Beitrag von Mics »

Kann da auch keinen Unterschied erkennen. Typisch Autogas halt. Wenn man sich dran gewöhnt hat, ist es halb so schlimm...hatte meinen Tankadapter immer in der Ablage liegen. Hat ein paar Sekunden "ausgeduftet". Aber ne undichte Stelle merkt man auf jeden Fall!!!
- KEIN 1998er Explorer mehr -
BMW e39 528i mit komplett und schaaaaaf!
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Das filmchen lief vor einiger zeit in allen öffentlich rectlichen dritten in verbindung mit schwarzen tüv schafen...

Der tüv ders abgenommen hatte ist ja das eine... Die werkstattschlampe dies eingebaut hat und somit verursacht ist in meinen augen der böse...
Darf garnicht soo laut denken wie ich könnte
Danger
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Beitrag von Danger »

Der Audi steht bei mir in der Halle.
Da mein Vermieter Prins Premium Partner ist und für den Vorfall das Gutachten erstellen sollte.
Ürsache war aber nicht der fehlende Überschlauch.
Sondern es lag daran, das die Leitung der Betankung direkt in den Kofferraum gelegt wurde.
Dadurch konnte bei einer Undichtigkeit das Gas ins Fahrzeuginnere strömen.
Richtig wäre es gewesen die Leitung von Aussen in den Tank zu führen. Bei Radmuldentanks wird im Unterboden ein Loch gebohrt und dort die Leitung zum Tank geführt.
Dort ist dieser Anschluss ja noch mit einem abgedichtetem Deckel versehen.
Somit würde dann, falls wegen einer Undichtigkeit Gas austritt, dieses sich nicht im Auto verteilen.
Hoffe ich hab das verständlich erklärt.
Vom Wagen ist Innen nicht mehr viel übrig, von Aussen sieht er gar nicht sooo schlimm aus.
Die Dame wurde ja gezeigt.
Soviel ich weiss ist der Umrüster insolvent und die Klage läuft immer noch.
Danger
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Re: Tankunfall mit LPG

Beitrag von Danger »

Wolfgang G. hat geschrieben:......

Mir persönlich ist allerdings nicht ganz klar, warum beim Einsteigen so ein starker Gasgeruch nicht auffiel .

Wolfgang
Hab ich mir auch gedacht.
Muss man dch merken.
Auf Nachfragen erfur ich, das wohl schon länger eine leichte Undichtikeit war und Ihr wohl gesagt wurde das es nicht so schimm sei.
Beim Tankvorgang könnte es schon mal vorkommen das es im Wagen nach Gas richt, wäre nicht schlimm.
Und wie man im Film sieht, eingestiegen, Schlüssel rein und gestartet.
Daurt 10 sec, und in der Zeit evtl das da was riecht. Aber im Gedanken gleichzeitig den Schlüssel gedreht.
UNd schon war es vorbei.
Alex.
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Beitrag von Alex. »

Für was brauch ich denn die TÜV Abnahme wenn er nicht den fachgerechten Einbau kontrolliert?
Dafür bekommen die doch das Geld, oder hab ich da was verkehrt verstanden?
Explorer Bj. 10.93 LPG

Wenn Gott gewollt hätte, dass ich laufe, dann hätte ich 4 Füße und keine 2 Hände zum lenken.
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Danger hat geschrieben:....
Ürsache war aber nicht der fehlende Überschlauch.
Sondern es lag daran, das die Leitung der Betankung direkt in den Kofferraum gelegt wurde.
Dadurch konnte bei einer Undichtigkeit das Gas ins Fahrzeuginnere strömen.
Richtig wäre es gewesen die Leitung von Aussen in den Tank zu führen. Bei Radmuldentanks wird im Unterboden ein Loch gebohrt und dort die Leitung zum Tank geführt....


In dem Beitrag war aber ein Zylindertank im Kofferraum des Audi zu sehen.
Wie soll da ein kpl. aussenliegender Schlauch zugeführt werden?

Wolfgang
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Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Wolfgang G. hat geschrieben:
Danger hat geschrieben:....
Ürsache war aber nicht der fehlende Überschlauch.
Sondern es lag daran, das die Leitung der Betankung direkt in den Kofferraum gelegt wurde.
Dadurch konnte bei einer Undichtigkeit das Gas ins Fahrzeuginnere strömen.
Richtig wäre es gewesen die Leitung von Aussen in den Tank zu führen. Bei Radmuldentanks wird im Unterboden ein Loch gebohrt und dort die Leitung zum Tank geführt....


In dem Beitrag war aber ein Zylindertank im Kofferraum des Audi zu sehen.
Wie soll da ein kpl. aussenliegender Schlauch zugeführt werden?

Wolfgang
Dann muss der Anschluss eben nach aussen geändert werden.. Der Einbau so war eben nicht richtig...

Sicher soll der tüv das abnehmen und somit ein Auge drauf werfen... Trotzdem ist der Einbaubetrieb in erster Linie derjenige ders falsch gemacht hat und besser wissen müsste... tüv ist nur die kontrolinstanz
Winne2

Beitrag von Winne2 »

Alterspinner hat geschrieben: Sicher soll der tüv das abnehmen und somit ein Auge drauf werfen... Trotzdem ist der Einbaubetrieb in erster Linie derjenige ders falsch gemacht hat und besser wissen müsste... tüv ist nur die kontrolinstanz
nur die Kontrollinstanz.... genau dafür ist so eine Kontrolle/Qualitätssicherung eben da, die trägt mindestens so viel Schuld wie der einbauende Murkser.....
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Für mich bleibt der Löwenanteil beim Einbauer... Das Mädel tut mir wirklich leid... Und ihr kann man das nicht mehr gut machen...
Winne2

Beitrag von Winne2 »

wenn der Einbauer versucht hätte, das irgendwie zu verbergen, halt arglistig den Kontrolleur zu täuschen, würde ich dir Recht geben. Davon war aber nix zu sehen/lesen.

Das Mädel tut mir auch leid, hoffentlich kann sie wenigstens noch einen Schadensersatz bekommen (auch wenn manche Schäden nicht ersetzt werden können), der Einbauer hat ne Pleite hingelegt, aber der Kontrollverein eher nicht.
Danger
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Beitrag von Danger »

Bei der letzten Abnahme von meiner Gasanlage hab ich auch nicht schlecht gestaunt.
Da wird geprüft ob das verbaut ist, was in den Unterlagen steht.
Dann wird getestet ob das Multiventil am Tank schaltet und mal eben geprüft ob irgendwo Gasaustritt. Das aber mehr recht als schlecht.
Da werden weder Schläuche kontrolliert noch ihr fester Sitz.
Da wundert es mich nicht das sowas durch kommt.
Bei einem Bekannten (Renault Laguna) könnte ich die Gasführenden Schläuche von Hand ganz locker abziehen, weil die Klemmschellen nicht richtig fest waren. War ein paar Tage vorher zur Abnahme.

Daher baue ich meine Anlage selbst ein, lasse Sie von einem Umrüster kontrollieren und bekomme dann die Einbaubescheinigung für den TÜV.
Nen Fremden Umrüster würde ich ebenfalls kontrollieren lassen.
Sicher ist sicher.
Winne2

Beitrag von Winne2 »

..und darum ist hier in D die Regelung des Schadenserstazes völlig unzureichend. Vor dem Hintergrund, dass der Gedanke sich virulent ausbreitet, man könne immer mehr Geld bei immer weniger Leistung kassieren, wäre eine Neuregelung dringend erforderlich. Die Grundidee in den USA war nicht schlecht: kein Hersteller/Verursacher soll bei Pfusch ein kalkulierbares Risiko haben. Den Hintergrund lieferte ein Autohersteller (welcher, ist mir entfallen), dem es billiger schien, Schadensersatz an die Betroffenen bzw. Hinterbliebenen der Brandopfer zu leisten, als die Produktion zu ändern und das Problem grundsätzlich anzugehen. Darauf hat der Gesetzgeber sehr schnell reagiert. Dass das ganze dann später völlig aus dem Ruder gelaufen ist (heisser Kaffe, Goldhamster in der Mikrowelle usw. steht auf einem anderen Blatt).

Regeln verschärfen, was ein "schwerer Mangel" ist (Wiedervorführung erforderlich), alles abnehmen zu wollen, und dann keine Verantwortung übernehmen wollen, entspringt lediglich der Gier nach "leistungslosen Einnahmen", so wie die (vorerst gescheiterte) Forderung nach jährlicher Vorführung von älteren Fahrzeugen sicher nicht der Sorge um die Sicherheit der Halter entspringt.
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