Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung

Aktuelle Diskussionen zu Karosseriethemen
Benutzeravatar
jack bauer
Beiträge: 231
Registriert: 22.02.2009 11:42

Beitrag von jack bauer »

Ja, der Test liest sich sehr informativ. Erstmal.
Habe aber auch schon diverse Einwände gegen diesen Test gefunden, aber es gibt wohl immer einen der was schlecht reden kann oder mag.

Mir ist dieses Mike Sander Fett bisher am sympatischten, da es bei 120° eingebracht wird und im Sommer nicht gleich aus allen Ritzen raus läuft.

Was meint ihr? Irgendwie bin ich mir aber auch nicht mehr sicher ob ich das überhaupt machen lassen soll. Der Wagen ist nagelneu und hat noch nie Schnee, Eis oder Salz gesehen.

Übertreibe ich da nicht ein bisschen? Bitte um ehrliche Meinung!
Beste Grüße aus Bayern!
Rudi
Benutzeravatar
varacharly
Beiträge: 1281
Registriert: 10.04.2009 21:04
Wohnort: Massing

Beitrag von varacharly »

Servus nochmal,
in Deinem Fall, wenn Du das Auto längere Zeit fahren willst, dann macht das wirklich Sinn. Dein Auto ist NEU, da kann das M Fett oder auch nur Fluid Film noch überall hin, ohne schon auf Rost zu stoßen. Ist die beste Rost Vorsorge. Alle 5 Jahre kontrollieren lassen, eventuell nachfetten, und Du fährst ewig damit.
Ich kauf mir in unregelmäß. Abständen vorgenannte Zeitschriften. Einhellige Meinung. Ja.
Ich wüßte sogar einen Betrieb, der sowas macht, nur, die haben sich auf Mercedes Benz Ponton spezialisiert. Sind mit Arbeit bis oben hin eingedeckt. Wollen das bei meinem auch nur machen, weil ich einen kenne und versprechen mußte, es nicht weiter zu sagen. Wenn ich das weitergebe, dann wird nicht´s daraus. Ist eine wirklich schmierige und drecks Arbeit.

Gruß
Gruß
varacharly
2001ér Limit./SOHC/204/Prins VSI/246000km
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Nen Spritzplan gibts bestimmt nicht aber ein durchschnittlich begabter Karosseriebauer sollte in der Lage sein die gefährdeten Bereich zu finden.
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
jack bauer
Beiträge: 231
Registriert: 22.02.2009 11:42

Beitrag von jack bauer »

was mir auch noch Sorgen macht ist die Zerlegung der Innenverkleidungen.
Wenn der Mechaniker nicht weiss (und wie soll er auch?) wie die Verkleidungen befestigt sind und eventuell die Clips ramponiert, was dann?

Die gibt wohl nicht beim Ford Händler als Ersatzteil - oder?
Beste Grüße aus Bayern!
Rudi
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Doch schon - falls Du einen findest der suchen kann und will :lol: :lol:
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
varacharly
Beiträge: 1281
Registriert: 10.04.2009 21:04
Wohnort: Massing

Beitrag von varacharly »

Bei Deinem sind die Stopfen noch neu und daher auch noch geschmeidig. Dürfte noch nicht das große Problem sein. Bei der Montage schmier sie mit Vaseline ein. Flutschen dann von selber in die Bohrungen. Hab´s bei meinem schon ausprobiert.

Gruß
Gruß
varacharly
2001ér Limit./SOHC/204/Prins VSI/246000km
Falk

Beitrag von Falk »

jack bauer hat geschrieben: Mir ist dieses Mike Sander Fett bisher am sympatischten, da es bei 120° eingebracht wird und im Sommer nicht gleich aus allen Ritzen raus läuft.

Was meint ihr? Irgendwie bin ich mir aber auch nicht mehr sicher ob ich das überhaupt machen lassen soll. Der Wagen ist nagelneu und hat noch nie Schnee, Eis oder Salz gesehen.

Übertreibe ich da nicht ein bisschen? Bitte um ehrliche Meinung!
Das kommt m.A. nach wirklich darauf an, ob du den Wagen quasi noch fast vererben willst.
Ist tatsächlich geplant, das Fahrzeug länger als 5 Jahre zu fahren, dann lohnen sich schon der Aufwand und die Kosten von dem Fachbetrieb.

Ansonsten genügt auch eher der Mindestschutz.

Ich meine immer: auch der billigste Rostschutz ist besser als gar keiner.(Methode Altöl :oops: )

Wenn man sich vor seinem geistigen Auge das Fahrzeug in etwas 10 Jahren vorstellt ... und wo es da dann Gammelstellen geben könnte, dann brauchst du auch nur dort Vorsorge zu treiben.

Gefährdete Stellen sind ja eigendlich bekannt.
Schweller, Tür- Motorhaubenkanten, Karosserieabschlüsse/überlappungen/kanten. Hohlräume - überall wo Wasser/Spritzwasser eindringen kann etc.

Wenn du nur diese Stellen mit den handelsüblichen Korossionsschutzfilmen/Sprays behandelst und ggf. regelmäßig wiederholst, bist du mit ca. 30,- €/Jahr an Kosten dabei und kannst den Wagen nach 5 Jahren immer noch als fast Neuwagen verkaufen.

Hast du jemand zur Hand, der mit Mike Sander fett umgehen kann, ist das schon fast mehr als optimal. :)
Benutzeravatar
varacharly
Beiträge: 1281
Registriert: 10.04.2009 21:04
Wohnort: Massing

Beitrag von varacharly »

Falk hat geschrieben:
jack bauer hat geschrieben:
Wenn du nur diese Stellen mit den handelsüblichen Korossionsschutzfilmen/Sprays behandelst und ggf. regelmäßig wiederholst, bist du mit ca. 30,- €/Jahr an Kosten dabei und kannst den Wagen nach 5 Jahren immer noch als fast Neuwagen verkaufen.
Hallo Falk,
30€ :?: :shock: , meinst Du das reicht. J.B. hat doch wesentlich größere Flächen als wir. Da kannste schon was versenken.

Gruß
Gruß
varacharly
2001ér Limit./SOHC/204/Prins VSI/246000km
Falk

Beitrag von Falk »

Na ja, lass es ein paar Euro mehr sein.
Beim ersten Mal brauchts ja auch noch die UBS-Pistole z.B.

Und behandelt werden sollen ja m.M. nach wirklich nur die kritischen Stellen. Sooo viele sind´s dann an Ende auch nicht .....

Aber wie geschrieben. Nur wenn ich den Wagen als Gebrauchs- und Wiederverkaufsgegenstand sehe und nicht als Erbstück. :)
Benutzeravatar
jack bauer
Beiträge: 231
Registriert: 22.02.2009 11:42

Beitrag von jack bauer »

:roll: ... also mein Sohn (12J) hat, wie wir den Wagen abgeholt haben und er ihn das erste mal sah gesagt: Papa, wenn du mal tot bist will ich den erben...

Soviel zum Thema vererben.
Beste Grüße aus Bayern!
Rudi
Benutzeravatar
varacharly
Beiträge: 1281
Registriert: 10.04.2009 21:04
Wohnort: Massing

Beitrag von varacharly »

jack bauer hat geschrieben::roll: ... also mein Sohn (12J) hat, wie wir den Wagen abgeholt haben und er ihn das erste mal sah gesagt: Papa, wenn du mal tot bist will ich den erben...

Soviel zum Thema vererben.
Tja Rudi, dan halte Dich ran und pflege Dein "Wägelchen" :D :D damit noch was draus wird, mit dem Vererben. An Deiner Stelle würd ich Rostvorsorge machen. Auch wenn Deiner noch keinen Schnee oder auch kein Salz gesehen hat.
Wie kam denn der von Amiland zu Dir. Vermutlich mit´m Schiff. Ich denke mal nicht, daß der in einem hermetisch geschlossenen Container transportiert wurde. Stichwort, salzhaltige Seeluft. Macht Fahrzeugteilen sehr zu schaffen. Weiß von 2 neuen Pickups, hatten innerhalb eines halben Jahres ganz schön Rost angesetzt.
Mein ja nur.

Gruß
Gruß
varacharly
2001ér Limit./SOHC/204/Prins VSI/246000km
Benutzeravatar
jack bauer
Beiträge: 231
Registriert: 22.02.2009 11:42

Beitrag von jack bauer »

:D werde ich auch machen :D
muss nur noch die geeignete Firma finden.

Mein Karosseriebauer vor Ort hat mir folgendes geschrieben, auf die Frage ob er ausser diesem Dinol auch das Korrosionsschutzfett von Mike Sander nehmen würde:
"Das Fett in den Hohlräumen ist auch gut. Das problem ist der Unterbodenschutz. Dieser darf im alter nicht Aushärten- DINOL bleibt dauerelastisch und verschließt sich bei Beschädigung. Außerdem werden die kmpl Achsteile mitversiegelt. Das verfahren sieht vor, dass man zuerst alles mit Wachs einsprüht und zum schluß DINOL Unterbodenschutzwachs auftragt. Wenn nur das Mike Sander drauf ist (Unterboden) ist das keine Dauerlösung. Wir verarbeiten seit 1968 DINOL und DINOL gibt’s heute noch."

Was halten die Profis von dieser Aussage? Kling für mich relativ stimmig...?
Braucht man denn für das professionelle Einbringen dieses Korrosionsschutzfett von Mike Sander eine spezielle Halle oder kann ich das irgendwie erkennen ob die Firma das auch richtig macht?
Beste Grüße aus Bayern!
Rudi
Benutzeravatar
varacharly
Beiträge: 1281
Registriert: 10.04.2009 21:04
Wohnort: Massing

Beitrag von varacharly »

Servus JB
das Dinol hat, jetzt mal Laienhaft ausgedrückt, bin kein Profi, chemische Zusammensetzungen, die einen bereits vorhandenen, ausgehärteten Unterbodenschutz bis zu einem gewissen Grad wieder "weichmachen", es dringt in vorhandene Risse ein und verschließt somit diese Risse. Es wandert auch, und das ist das schöne, in etwaige Hohlräume unter dem Unterboden Schutz und verdrängt vorhandene Feuchtigkeit.
Das verfahren sieht vor, dass man zuerst alles mit Wachs einsprüht und zum schluß DINOL Unterbodenschutzwachs auftragt.
Zweimal Wachs, ergibt für mich keinen Sinn. Wachs hat die negative Eigenschaft, daß es relativ schnell aushärtet.
Das Dinol Schutzwachs bleibt relativ geschmeidig, es soll daher in entstehende Risse der vorher aufgebrachten Wachsschicht eindringen.
Das Schutzwachs, es hat eine gelbliche bis champagner ähnliche Farbgebung, wird erst am Schluß aufgetragen.
Das MS Fett wird in Hohlräume eingebracht.
An Fahrwerksteilen, die permanentem Spritzwasser ausgesetzt sind, löst sich das MS Fett, zwar langsam wegen der hohen Haftung und Zähigkeit des Fettes, aber es wird ausgewaschen. Bedarf daher einer häufigeren Kontrolle.
Am Unterboden, der keinem Spritzwasser ausgesetzt ist, gibt es nichts besseres als MS-Fett. Es kriecht, durch die Kapillar Wirkung, auch nach oben. Im Winter ist es eine zähe, nahezu feste Masse, die jedoch nicht reißt. Wenn es wieder warm wird beginnt es sich auszubreiten und zu "kriechen". Es verschließt somit sämtliche etwaige offenen Stellen, umschließt Rostnester und entzieht somit Sauerstoff sowie bestehende Restfeuchtigkeit wird verdrängt.
Ok, es gibt noch Gerd Mönnich oder von Mercedes. Das von Mercedes, woher bekommst Du es als nicht MB Fahrer, und das G. Mönnich soll es bereits im Handel geben, habe es aber noch nicht gesehen.
Vielleicht hat es ja bereits der "Korrusionsschutz Shop oder das -Depot".
Da ich das volle Programm für meinen Mondi vor hatte, wäre die Vorgehensweise folgende:
Alle Hohlräume, auch Rahmenteile, mit Fluid-Film, nach einem Jahr Mike Sanders. Den Unterboden MS Fett.

So, hoffentlich habe ich jetz keinen mit diesem Wust an Wörtern erschlagen. Kürzer kann ich es halt nicht :(

Gruß
Rolf
Gruß
varacharly
2001ér Limit./SOHC/204/Prins VSI/246000km
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Dinol gibts in der Tat schon länger und ich bin sehr zufrieden. Der Lada meines Schwiegervaters wird seit Jahren nur im Wald bewegt und hat noch keinen Krümel Rost. ( 4 Jahre und 20TKM WALD!!!)
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
jack bauer
Beiträge: 231
Registriert: 22.02.2009 11:42

Beitrag von jack bauer »

Also ich war jetzt gerade vor Ort beim Karosseriebauer und habe ihn persönlich interviewt!
Er meint, dass natürlich alles eine Glaubensfrage ist und jeder seine Erfahrungswert hat. Er hat den Laden von seinem Vater übernommen und auch der hat schon Dinol Produkte eingesetzt und war mit dem Ergebnis immer zufrieden. Gute Pflege und Wartung der Fahrzeuge immer vorausgesetzt.

Wir haben jetzt vereinbart, dass ich ihm meinen Navi im Herbst bringe und er einen Rundumschutz macht. Dann alle paar Jahre nach kontrollieren und gut is...

Melde mich diesbezüglich wieder wenns passiert ist.
Beste Grüße aus Bayern!
Rudi
Antworten